Der deutsche Gattungsname Kohl wurde bereits von den Germanen aus dem lateinischen caulis „Stängelkohl“ entlehnt, das im ursprünglichen Sinne nur den Strunk einer Pflanze bezeichnet. Gemüse-Kohl (englisch: wild cabbage) zählt in der Botanik zu den Kreuzblütler-Gewächsen (Brassicaceae). Alle Kohlarten insbesondere der Weißkohl sind von allen Gemüse-Arten am längsten Haltbar, Lagerfähig und gelten als typisches Wintergemüse.

Das Kohl-Gemüse stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und seine Beliebtheit als Kulturpflanze und Heilpflanze reicht bis in die Antike zurück. Im alten Griechenland und bei den Römern durfte Kohlgemüse in keinem Gemüsegarten fehlen und galt auch als Heilpflanze. Vermutlich haben wilde Kohlarten sogar schon in der Steinzeit den Menschen als Lebensmittel gedient.

 

kohl-in-allen-variationen

 

Kohl ist reich an Mineralstoffen und Vitaminen

Alle Sorten von Kohl (Weiß-, Rot-, Rosen- und Grünkohl) sind kalorien- und fettarm, frei von Cholesterin und anderen Risikostoffen wie zum Beispiel den gichtfördernden Purinen (Harnsäure). Vor allem aber stellen diese Gemüsesorten vorzügliche Vitamin-C-Quellen dar, weil dort ein Teil des Vitamins erst beim Garen entsteht und nicht wie bei anderen Sorten durch den Garprozess verloren geht. Ebenfalls vorhanden sind Beta-Carotin und Calcium. Insbesondere der Grünkohl hat viel von dem knochenbildenden Mineral. Allgemein gilt Kohlgemüse im Naturkost-Bereich als sehr gesund, denn es hat wenig Kalorien (kcal) und enthält viele wertvolle Inhaltsstoffe wie Beta-Karotin, Vitamine (Vitamin C, Vitamin B6, E und K), Folsäure, Mineralstoffe (v.a. Kalium und Kalzium) und Spurenelemente insbesondere Eisen.

 

wirsing-kohl

 

Kohl hilft gegen Magengeschwüre

In allen Kohlsorten sind reichlich Ballaststoffe vorhanden. Durch ihre Zusammensetzung fördern sie eine gesunde Darmflora und damit den im Darm angesiedelten Teil des Immunsystems. Kohl hilft gegen Magengeschwüre, denn er enthält Wirkstoffe, die Magen- und Darmschleimhäute schützen.

Kohlgemüse enthält ferner viele sekundäre Pflanzenstoffe wie z.B. Flavonoide. Die Flavonoide stehen im Ruf, freie Radikale und Zellgifte binden zu können und somit als Antioxidantien krebshemmend zu wirken. Auch die speziell im Wirsing enthaltenen Glucosinolate, die den Kohlarten ihren typischen Geschmack verleihen, sind schwefelhaltig und sollen antibakteriell wirken.

Ernährungsphysiologisch ist Kohlgemüse also ein wichtiges Lebensmittel für eine gesunde Ernährung und gerade im Herbst und im Winter sind Kohlarten neben Obst, Zitrusfrüchten (Limetten, Zitronen) und anderem Gemüse ein wichtiger natürlicher Lieferant von Vitaminen/Vitamin C für den Menschen. Mit der richtigen Zubereitung kann es ein absoluter Genuss sein. Gerade in Smoothies wird es immer beliebter.

 

Kohl Produkte: